Mentoring bei inovex – Ein Erfahrungsbericht

Lesezeit
9 ​​min

Für neue Mitarbeiter:innen haben wir bei inovex ein Mentoring-Programm, das den Einstieg in die neue Arbeitskultur erleichtern soll und Möglichkeiten zur Vernetzung mit den Kolleg:innen bietet. In diesem Blog-Artikel möchten wir sowohl aus Mentoren- als auch Mentee-Sicht von unseren Erfahrungen berichten. 

Neu in einem Unternehmen anzufangen, in dem man noch niemanden kennt, ist nicht für jede:n einfach. Es gibt gerade in den ersten Wochen vieles zu entdecken, sei es das neue Büro, die neuen Kolleg:innen, die neuen Strukturen oder den Umgang mit neuer Hardware. Wir bei inovex arbeiten in selbstorganisierten, interdisziplinären Teams und haben flache Hierarchien. Die Kultur basiert auf Vertrauen, gegenseitiger Toleranz und Unterstützung.  Aus diesem Grund legen wir großen Wert auf unser Mentoring-Programm, um neue Mitarbeiter:innen bestmöglich mit uns vertraut zu machen.

Das Programm aus Mentee-Sicht

Ich bin bei inovex im April 2021 als Praktikantin im Bereich der Frontend-Entwicklung gestartet.
In der ersten Woche fand das Onboarding statt, bei dem ich viele Informationen, neue Kontakte und wirklich sehr viele neue Eindrücke sammeln konnte. Auch fand in dieser Woche mein erstes Gespräch mit Daniel, meinem Mentor für meine Zeit bei inovex, statt.

 

Er war für mich ein wichtiger Ansprechpartner – ich konnte mich bei allen möglichen Fragen an ihn wenden, sei es zu technischen, internen, organisatorischen oder Fragen rund um das Thema Frontend.

Er hat sich sehr viele Gedanken über mein Praktikum gemacht und sich überlegt, wie ich am meisten und das Beste für mich rausholen könnte. Hierbei ging es erstmal um einen kleinen Einstieg in die große Welt der Web-Themen und -Technologien, bevor ich mich in das Framework Angular und in Typescript einarbeite, um anschließend bei der internen Entwicklung mitzuarbeiten.

Mehr Wissensaustausch

Die Idee zu einem Blog rund um Web-Themen und -Technologien hat mich tatsächlich auch direkt überzeugt, deshalb begann ich mit HTML, CSS und JavaScript eine eigene Website aufzubauen. Hierbei recherchierte ich zu Themen wie Single-Page Applications, Web Components und von Responsive Design über Frameworks, Datenbanken und Testing bis hin zu Backend. Jedes Themengebiet, in das ich mich eingelesen habe, konnte ich mit Daniel näher besprechen oder mich mit ihm darüber austauschen und seine Erfahrungen einfangen.

Durch unsere Dailies konnten wir uns zum Einen darüber austauschen, welche Themengebiete ich am Tag zuvor erarbeitet hatte, und zum Anderen darüber sprechen,  was den Tag über als nächstes geplant ist. Auch wenn dies ein sehr theorielastiges Projekt war, hat es mir besonders im Hinblick auf die Recherche sehr viel Spaß gemacht, da mir während des Studiums oft die Zeit fehlt, mich in so viele Themen tiefer einzulesen, die mich abseits des Vorlesungsstoffes interessieren.

Gemeinsames Arbeiten

Nachdem sich ungefähr nach eineinhalb/zwei Monaten meine Recherche in Richtung des Frameworks Angular und Typescript bewegte, fing ich an, in das interne Entwicklungsteam einzusteigen. Hier konnte ich aktiv im Team am Redesign einer internen Mitarbeiter:innenverwaltung mitentwickeln. Sowohl kleinere als auch größere Tickets, die ich entweder alleine oder gemeinsam im Pair Programming mit Kolleg:innen bearbeitete, halfen mir, meine Kenntnisse auszubauen und zu festigen. Durch die Dailies und Daniels Erfahrungen aus dem früheren Aufbau der alten Verwaltung konnte ich ihn über die neuen Entwicklungen informieren und mich über meine Arbeit austauschen.

Ein eigenes Miniprojekt

Als mein Praktikum in das letzte Drittel kam, schlug Daniel vor, dass ich noch ein eigenständiges größeres Projekt oder Ticket im Bereich der Entwicklung bearbeiten könnte. Somit entstand die Idee, meinen zuvor erarbeiteten Blog mit Scully, einem Static Site Generator, und Angular nachzubauen, um so tiefer in das JavaScript-Framework sowie in den Aufbau eines Projektes mit Scully einzusteigen.

Durch den regen Austausch mit Daniel, sei es vor Ort oder remote, hatte ich eine wundervolle, interessante und vor allem erfahrungsreiche Praktikumszeit bei inovex. Daniel war nicht nur ein Mentor und erster Ansprechpartner bei inovex, sondern auch ein Kollege, mit dem ich mich über allerlei interessante Themen austauschen konnte, sogar nach der Arbeit beim Bouldern in der Kletterhalle. Er hat mich super in meiner Zeit betreut und sich sehr viel Mühe bei der Gestaltung meines Praxissemesters gegeben. Mir hat die Zeit viel Spaß gemacht und ich freue mich auf weitere spannende Gespräche und Events während meiner Werkstudierendenzeit bei inovex. Denn auch wenn das Mentoring durch unser gemeinsames Abschlussessen beendet ist, ist eine kollegiale Freundschaft daraus entstanden.

Das Programm aus Mentoren-Sicht

Daniel

Da ich selbst vor einigen Jahren bei inovex als Student angefangen habe und zum Einstieg bestens betreut und in die Kultur eingewiesen wurde, war es für mich überhaupt keine Frage, weiteren Studierenden das Unternehmen zu zeigen und die Arbeitskultur näher zu bringen.
Als Anja sich für ihr Praxissemester bei inovex beworben hat, wurde ich von unserer Abteilung People & Culture gefragt, ob  ich denn Lust hätte, ihr Mentor zu sein. Da bei inovex vorher geschaut wird, ob ein fachlicher Konsens besteht, war bereits klar, dass Anjas und meine Interessen in den Bereichen UI/UX und Entwicklung bestens passten. Als Frontend-Entwickler lag mir Usability und Design schon immer am Herzen.

Mentor werden

Da die Anfrage bei mir etwa 2 Wochen vor Beginn des Praxissemesters einging, hatte ich genug Zeit, mir Gedanken zu machen, was Anja in ihrer Zeit bei uns im Unternehmen mitnehmen konnte. Dabei half mir das Übersichts- und Merkblatt für das Mentoring-Programm, das inovex bereitstellt.

ℹ️ Als Mentor:in übernimmt man die Verantwortung als zentrale:r Ansprechpartner:in, sowohl organisatorisch, fachlich als auch technisch. Dabei spielt die soziale Integration eine wichtige Rolle, noch mehr denn je zu diesen Zeiten. Das Vernetzen mit Kolleg:innen und Abteilungen ist für das Wohlbefinden des Mitarbeitenden und das Arbeitsklima in der Gemeinschaft gerade für Einsteiger:innen ungemein wichtig. Interne Vorgänge und Abläufe sind von Firma zu Firma unterschiedlich, weshalb Tipps zu Best Practices für die Neueinsteiger:innen sehr hilfreich sind.

Wie arbeiten wir? Wie gehen wir miteinander um? Bei wem finde ich was? Welche Formate gibt es, bei denen ich mich einbringen kann? Für diese und weitere Fragen stand ich für Anja zur Verfügung.

Die passenden Themen gemeinsam finden

Damit sie sich in die Welt des Web und der Frontend-Entwicklung einfinden konnte, überlegte ich mir, ihr sechsmonatiges Praxissemester in 3 Phasen zu unterteilen:

  1. Einarbeitung
  2. Interne Mitarbeit
  3. Eigenständiges Projekt

Zeitlich sollte jede Phase etwas 2 Monate dauern. Das war jedoch nur ein grober Richtwert, da wir, getreu des agiles Mindsets, offen halten wollten, in welche Richtung sich das Praktikum entwickelt. So konnten wir die Inhalte gemeinschaftlich individuell und situativ gestalten.

Zur Einarbeitung habe ich eine Übersicht der wichtigsten Themen der Web-Entwicklung zusammengestellt, für die Anja eine kleine, in reinem HTML geschriebene, Website aufbauen sollte. Für die Themen galt es, geeignete Definitionen zu finden und auf der Landingpage darzustellen. Mir war bewusst, dass das eine theorielastige Aufgabe ist, weshalb ich Anja vor Beginn gefragt habe, was sie von der Idee hält. (Sie fand sie gut 😁)

In der 2. Phase wurde Anja in unser internes Entwicklungsteam aufgenommen, um dort an der Webapp für die Mitarbeiterverwaltung mitzuentwickeln. Wir standen weiterhin täglich in Kontakt und hielten uns gegenseitig auf dem Laufenden.

In der 3. und letzten Phase stand ursprünglich die Idee im Raum ein eigenes Feature für die interne Web App zu entwickeln. Da sich zu diesem Zeitpunkt keine geeignete Story anbot, entschieden wir kurzfristig, dass Anja das anfangs aufgebaute Web-Lexikon in eine Angular App umbauen könnte, um so den Übergang von der statischen Architektur in die dynamische, Framework-basierte machen zu können.

Am Ende gab es, wie bei inovex üblich, ein gemeinsames Mittagessen gestellt! 🍕🙌

Mir hat die Mentoring-Zeit mit Anja sehr viel Spaß bereitet. In den täglichen Abstimmungsterminen konnten wir uns nicht nur über unzählige spannende fachliche Themen austauschen, sondern uns auch persönlich besser kennenlernen.

Key-Takeaways

Abschließend möchten wir euch hier gerne unsere wichtigsten Learnings für eure kommenden Aufgaben als Mentee oder Mentor:in mit auf den Weg geben:

  • Regelmäßiger Austausch (Dailies/Weeklies)
  • Keine Scheu vor Fragen/Feedback (egal ob fachlich, organisatorisch oder persönlich)
  • Bestenfalls ist der/die Mentor:in am gleichen Standort wie der/die Mentee
  • Eigene Ideen einbringen
  • No Stress – jede:r war mal neu

Anja und Daniel bei inovex

Hat dir der Beitrag gefallen?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ähnliche Artikel