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Was steckt im neuen Lehrplan für den ISTQB Certified Tester?

Lesezeit
4 ​​min

Es ist endlich soweit: Der Lehrplan für den Foundation Level wurde vor Kurzem auf Deutsch in der Version 4.0 durch das GTB veröffentlicht. Immerhin sind fünf Jahre seit der letzten Lehrplanrevision vergangen. Die Version 4.0 stellt für mich aber schon fast einen Paradigmenwechsel dar. Wir werfen einen Blick auf den neuen Lehrplan.

Der Ursprung des ISTQB Certified Tester

Begonnen hat alles 1999 mit der Veröffentlichung des Lehrplans des Certified Tester Foundation Level (CTFL). Es sollte noch 1 Jahr dauern, bis subversion verfügbar war, noch 2 Jahre bis zum agilen Manifest und noch 12 Jahre bis zur Veröffentlichung von Jenkins. Und es hat ganze 15 Jahre gedauert, bis der Lehrplan für den „Agile Tester“ als Ergänzungsmodul für den CTFL veröffentlicht wurde.

In den letzten Jahren ist mir eigentlich kein Projekt begegnet, das nicht zumindest ansatzweise nach den agilen Prinzipien entwickelt wurde. Die Trennung zwischen Certified Tester Foundation Level und Agile Tester erschien mir daher immer schon merkwürdig und nicht mehr zeitgemäß. Das haben auch die Autor:innen der Lehrpläne festgestellt und die wahrscheinlich größte Änderung seit der ersten Veröffentlichung 1999 in die Wege geleitet:

Der neue Lehrplan V4.0 adressiert direkt das Testen in einer agilen Software-Entwicklung – und das finde ich großartig!

Als Trainer war ich in den vergangenen Jahren eigentlich immer konfrontiert mit Fragen wie „Wie integriere ich das jetzt schön in einen Scrum Prozess?“ und hatte dann meistens nicht genug Zeit, um das ausreichend zu erläutern. Auch ein Verweis auf den Agile-Tester-Lehrplan war nicht wirklich hilfreich.

Version 4.0 bringt viele Verbesserungen

Der Lehrplan wurde deutlich vom Ballast befreit und einige Inhalte wurden in andere Lehrpläne verschoben, um Platz zu machen für die Umsetzung der Tests in agilen Software-Projekten.

Kurzübersicht des Lehrplans

Auf dem Weg zur Startbahn werden die Testgrundlagen erläutert:

  • Warum ist Testen überhaupt notwendig?
  • Welche Limitierungen hat das Testen?
  • Welche Kompetenzen sind nötig?

Dann geht es los und wir heben ab:

  • Wie funktioniert Testen im Software-Entwicklungslebenszyklus
  • Welche Teststufen und Testarten gibt es?

Weiter im Steigflug befassen wir uns kurz mit dem Thema statischer Test (dank Merge- bzw. Pull-Request-Workflows und CI Build Pipelines eigentlich State-of-the-Art).

Auf der Reiseflughöhe angekommen, widmen wir uns ausführlich den verschiedenen Testarten (von Unit- und Integrationstests über End-to-End-Tests bis hin zu explorativen Tests) und lernen die verschiedenen Testentwurfsmethoden anhand praktischer Übungen kennen.

Im Landeanflug schauen wir uns die Themen Testplanung (Wann teste ich was und wie viel?) und Testüberwachung (Laufen alle Tests grün?) an und beschäftigen uns noch mit dem wichtigen Punkt Risikomanagement für einen risikobasierten Testansatz.

Am Ende unserer Reise lernen wir noch unterschiedliche Arten von Tools kennen, die uns beim Testen unterstützen.

Für wen ist dieses Training interessant?

Ich bin der Meinung, dass dieses Training jedem/jeder hilft, der/die in der Software-Entwicklung arbeitet – unabhängig von der Berufserfahrung. Qualität kann man nicht in ein Produkt „hinein testen“, aber man lernt, wie die einzelnen Bausteine dazu beitragen, Fehler früh zu finden, gute und sinnvolle Tests zu entwerfen, um die Qualität dauerhaft sicherzustellen, und am Ende ein gutes Produkt zu haben.

Die beste Nachricht zum Schluss

Die inovex Academy ist akkreditierter Trainingsanbieter und Premium Partner des ISTQB. Termine für den Certified Tester mit dem neuen Lehrplan V4.0 sind ab sofort verfügbar und können bei der inovex Academy gebucht werden. Das Beste dabei: unsere Trainings werden immer nach dem Motto „von Software Engineers für Software Engineers“ durchgeführt. Die Trainer:innen haben langjährige Projekterfahrung und können den Teilnehmenden so echte Insights aus dem Alltag mitgeben und konkrete Fragestellungen eingehend beleuchten.

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