Projekt „Service-Meister“

KI-basierte Service-Plattform für den deutschen Mittelstand

ServiceMeister

Die Industrie 4.0 steht vor ungeahnten Herausforderungen. Auf der einen Seite muss der Mittelstand die Digitalisierung weiter vorantreiben, um wettbewerbsfähig zu bleiben und auf der anderen Seite übersteigt die wachsende Komplexität der industriellen Anlagen häufig schon das Wissen erfahrener Service-Techniker.

Im Rahmen des Service-Meister-Projekts arbeiten wir als Teil eines Konsortiums, das aus 15 Unternehmen, Verbänden und Hochschulen besteht, an einer KI-basierten Service-Plattform für den deutschen Mittelstand. Sie soll es auch unerfahrenen Fachkräften ermöglichen, komplexere Arbeiten durchzuführen. Dabei helfen sollen KI-basierte Service Bots und Data-Driven Services.

Intelligente Messtechnik

In vielen Industrien werden Messstellen immer noch manuell abgelesen – selbst, wenn sie häufig für die Messtechniker:innen nur schwer zugänglich sind. Das kostet Zeit, insbesondere, wenn es sich um weitreichende Netzwerke handelt. Durch das Industrial Internet of Things (IIoT) sind Unternehmen in der Lage, Live-Einblicke in ihre Maschinenprozesse zu bekommen und bevorstehende Ausfälle sowie von der Norm abweichendes Verhalten frühzeitig zu erkennen. Die zentrale Verwaltung der Messstellen erleichtert die Arbeit der Techniker:innen.

In Zusammenarbeit mit KROHNE, dem führenden Hersteller von Prozessmesstechnik, haben wir eine Lösung entwickelt, die das Wassermanagement mit dem Internet of Things (IoT) verbindet. So sollen die Kunden von KROHNE auch aus der Ferne ihre Versorgungs-, Kanal- und Leistungsnetze im Blick behalten können.

Unterstützung im Servicefeld

Um Verhaltensweisen, die nicht der Norm entsprechen, zu finden, werden verschiedene Methoden verwendet und für die Analyse benötigt. Die zu verarbeitende Datenmenge macht eine Auswertung per Hand unmöglich. Stattdessen kommen statistische Verfahren und Machine-Learning-Methoden zum Einsatz. 

Durch die wachsenden technischen Möglichkeiten in der Messtechnik entstehen aber auch neue Herausforderungen für Servicekräfte. Selbst erfahrene Techniker:innen sind nicht in der Lage, alle Systeme bis ins Detail zu kennen und zu verwalten. Um ihnen und auch weniger erfahrenen Arbeitskräften schnelle und kompetente Serviceleistung zu ermöglichen, kommt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz. 

Im Service-Meister-Projekt haben wir zusammen mit KROHNE KI-Funktionen realisiert, die beispielsweise Sensordaten mit KI-Methoden analysieren, Störungen vorhersagen und die Einsatzplanung von Fachkräften optimieren können. Als Schnittstelle zwischen den Systemen und Servicekräften sorgen Chatbots für eine einfache und intuitive Abfrage aller relevanten Informationen. Sie unterstützen erfahrene wie unerfahrene Messtechniker:innen bei komplexen Aufgaben wie z. B. dem Auffinden einer Fehlerursache und der Einleitung der optimalen Reparaturschritte.

Förderung

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Das Service-Meister-Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.  

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Stefan Igel

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