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Ein Kollege arbeitet im Großraumbüro. Auf seinem Paltz liegen Controller.

April 2022: What’s happening?

Warum Inhalte und User Hardware wichtiger als die Plattformen werden.

Die IT-Welt jongliert derzeit mit sehr vielen Bällen in der Luft. Das ist zuallererst eine simple Beobachtung und natürlich eine logische Konsequenz der Digitalisierung immer größerer Bereiche unseres Lebens. Das sollte auch keinesfalls als Jammern auf hohem Niveau aufgefasst werden in einer Zeit, in der das Leid der schonungs- und erbarmungslosen Realität eines brutal geführten Angriffskrieges des Putin-Regimes und die Konsequenzen der globalen Corona-Pandemie täglich gespürt werden können.

Da mutet es fast nach Realitätsflucht an, wenn sich die Diskussionen in der Welt der Tech-Konzerne um Metaverse, Short-Video-Formate und Elon Musks Übernahmeangebot für Twitter drehen. Aber der Reihe nach: selbst Sascha Lobo bekommt in seiner Kolumne keine klare Interpretation des Musk’schen Übernahme-Deals hin. Die Konkurrenz zwischen TikTok und YouTube um die Short-Video-Formate führt zu einem dreiprozentigen Kursverlust nach Bekanntgabe der Quartalszahlen von Google. Und Meta eröffnet das erste Ladengeschäft für seine Virtual-Reality-Hardware.

Aus meiner Sicht sind diesen verschiedenen Themen zwei Aspekte gemeinsam. Erstens geht es auch bei Tech-Konzernen immer häufiger nicht mehr um IT, sondern um das Anwendungsfeld. Twitter, YouTube und Meta galten früher als technische Plattformen, inzwischen sind aber die Formate und Inhalte in den Vordergrund gerückt. Zweitens finden wir mittlerweile einen verstärkten Fokus auf die Anbindung an das Physische entweder durch spezifische Hardware oder durch ausgefeilte Interaktionen mit Sensoren wie Kamera, Mikrofon etc. Dazu gehören dann etwa Metas VR-Hardware, aber auch die große Ansammlung von Geräten von Google, Apple, Microsoft, Amazon, oder auch aus dem Automotive-Bereich bei Tesla, VW, Mercedes, BMW etc., und natürlich das stark wachsende Internet-of-Things-Segment.

Wenn ich über Pionierleistungen im unbekannten Terrain zwischen Software und neuer Hardware nachdenke, kehre ich gerne zu den Wurzeln des Software Engineering zurück und lese bei einer meiner Heldinnen, Margaret Hamilton, über die Theory of Errors nach. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen massiv geändert haben, so sind doch die Erfahrungen und Überlegungen zum Zusammenspiel von Software und Engineering hochaktuell. Software Engineering wird gerne als gelöstes Problem angesehen, welches es angesichts der wachsenden Anwendungsfelder aber beileibe nicht ist. Es gibt hier noch viel zu lernen.

„You can only fight the way you practice“ – Miyamoto Musashi.

Stay healthy, stay hungry, stay foolish.

Herzlichst,
Christian Meder

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Christian Meder

Chief Technology Officer