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Was wird uns 2026 beschäftigen?

Im CTO-Office fragen wir uns regelmäßig, was auf uns zukommen wird. Speziell am Jahresanfang lohnt sich ein gemeinsamer Blick in die Glaskugel… 

Everything AI?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es geht viel (aber nicht nur) um KI. Wer hätte das gedacht?

Und damit wir nicht direkt mit dem allgegenwärtigen Thema  starten, haben wir uns entschieden das Thema ans Ende zu legen und das Feld quasi von hinten aufrollen… (aber auch dabei werden wir immer wieder an KI vorbeikommen, seid gespannt….) 

 

Da wäre zum Beispiel das Thema “Digitale Zwillinge“ oder digital twins. Das ist natürlich auch ein sehr breites Feld. Konkreter geht es um das Thema Industrie und Shopfloor-Simulation. Wir glauben, dass es sich zunehmend lohnt, die Abläufe in industriellen Prozessen in digitalen Zwillingen zu simulieren und zu replizieren. Daraus entsteht konkreter Nutzen, z. B. wenn Prozesse KI-gestützt optimiert werden sollen, oder bei der Verwendung der Daten in der IT (also außerhalb der OT). Die Zusammenarbeit von Siemens und nvidia in diesem Sektor bestätigen diesen Trend.

 

Digitale Souveränität wird gerade an vielen Stellen postuliert. Gemeint ist damit vieles, aber streng genommen ist echte Digitale Souveränität Europas weder erreichbar noch erstrebenswert. Denn wir werden weder die vollständige Produktion von IT-Hardware noch von Software in Europa leisten können. Und sinnvoll ist es auch nicht. Vielmehr sollten wir uns z.B. über Datensouveränität oder Risikoabschätzungen unterhalten und dafür Strategien entwickeln. Dafür entwickeln wir spezielle Offerings und Workshop-Formate. 

 

2026 wird das Jahr der AR-Brillen. Also zumindest was Produktankündigungen angeht, eine breite Adaption im Markt wird es vermutlich erst Ende des Jahres oder 2027 geben. Aber im Vergleich zur jahrelang vergeblich gehypten VR-Technologie haben AR-Brillen das Potential, ein ständiger Begleiter und sinnvoller Alltagshelfer zu werden. In Kombination mit -Achtung- KI  ergeben sich praktische Funktionen wie z.B. das Übersetzen von Schildern, Texten und Sprache, oder schnelle und einfache Kommunikation ohne das Smartphone bemühen zu müssen. Ähnlich wie beim Markteintritt der Smartwatches wird es unterschiedlichste Produkte mit verschiedenen Schwerpunkten geben und über die Zeit wird sich herausstellen, welche davon wirklichen Nutzen bringen. 

 

Roboter, speziell die Humanoiden, waren schon auf der CES ein Eye-Catcher. Die durch KI verbesserte Steuerung und menschlich wirkenden Bewegungen erzeugen viel Raum für Phantasie und Hype. Denn der Markt und die Anwendungsfälle sind riesig, sowohl im industriellen als auch im privaten Umfeld. Und dabei wird gern übersehen, dass einige wichtige Bausteine noch fehlen, bevor der große Durchbruch erfolgen kann. Denn speziell bei der Wahrnehmung und autonomen Planung von Aufgaben in unbekannten Situationen haben die aktuellen KI-Modelle noch große Probleme. Daher wird der Fokus zunächst auf industriellen Anwendungen liegen, hier ist das Umfeld planbarer und die Varianz geringer. Auch lassen sich Risiken wie Verletzungsrisiko oder Datenschutzbestimmungen besser minimieren. Bevor ein Roboter also durch eure Wohnung spaziert und Wäsche auffaltet, wird noch eine ganze Zeit vergehen. Leider.

 

Und last but not least widmen wir uns den Trends im Bereich der generativen KI. Agenten, das sollte niemanden überraschen, werden uns 2026 immer wieder begegnen. Und das auf vielen Ebenen. Wir glauben, dass die LLMs, also die Modelle selbst langsam in den Hintergrund der Produkte treten. Bei der KI-Produktentwicklung wird es vielmehr um das darum liegende Tooling und die Integration in bestehende Systeme, sowie die User Experience und das Interface gehen. Denn die Agenten erfordern eine durchdachte Interaktion mit den Benutzern und sein weit mehr als nur ein Frontend für LLMs. Wann und in welcher Form der Benutzer mit dem Agent interagieren soll, welche Schritte autonom laufen können, welche Daten zwischengespeichert werden müssen und wie man den Fortschritt von Agenten überwacht, wird uns 2026 beschäftigen. Und nicht zuletzt das Spannungsfeld zwischen Autonomie und Security und welche Maßnahmen helfen werden (und welche auch nicht), um Sicherheitsprobleme mit Agenten zu minimieren.

 

Mit dem Blick auf diese Entwicklungen wird 2026 ein Jahr mit vielen neuen Möglichkeiten und Herausforderungen. Im Sinne von Alan Kay’s Zitat: „The best way to predict the future is to invent it“, wollen wir mit unseren Mitarbeitenden und Kunden diese Möglichkeiten nutzen, um damit passende  und gute Lösungen zu entwickeln. 

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