Wir sind vom 1. bis 3. Dezember 2026 als Aussteller vor Ort dabei!
Der Embedded Software Engineering (ESE) Kongress zählt zu den wichtigsten Branchentreffs für die Embedded-Softwareentwicklung. Fachvorträge, Keynotes, Kompaktseminare und eine umfangreiche Fachausstellung bieten Softwareentwickler:innen, Testingenieur:innen, Software- und Systemarchitekt:innen, Projektleiter:innen sowie technischen Fach- und Führungskräften wertvolle Einblicke in aktuelle Technologien, Methoden und Best Practices.
Wir sind als Aussteller vor Ort und freuen uns darauf, mit dir ins Gespräch zu kommen. Besuche unseren Stand und erfahre, wie unsere Lösungen dich dabei unterstützen, Embedded-Software erfolgreich in deine Entwicklungsprozesse zu integrieren.
Wir freuen uns außerdem sehr, dass unsere Kolleg:innen Tobias Kästner mit seinem Vortrag „Firmware erfolgreich nach Zephyr migrieren“, Ulrich Becker mit seinem Vortrag „Mind the Gap! Die Kluft zwischen Hardware- und Softwareentwicklung überwinden“ und Anna-Lena Marx mit ihrem Vortrag „System-Ownership statt Blackbox: Risikomanagement und CRA-Compliance mit dem Yocto Project“ vor Ort sein werden.
Tobias Kästner: „Firmware erfolgreich nach Zephyr migrieren“
Die Migration von Bestandsfirmware (Bare-Metal, FreeRTOS, ThreadX) auf Zephyr RTOS bietet enorme Chancen: Sie sichert Hardware-Unabhängigkeit, beschleunigt die Time-to-Market und senkt die Wartungskosten durch ein standardisiertes Ökosystem. Doch wie gelingt der Umstieg, ohne funktionierenden Code blind neu zu schreiben? In unserem Vortrag teilen wir praxisnahe Erfahrungen aus unseren Kundenprojekten.
Dabei gilt es, spezifische Stolpersteine zu beachten: Obwohl C-Code und grundlegende RTOS-Primitiven (Task, Semaphore, Queues) konzeptionell ähnlich bleiben, unterscheiden sich das Handling von Kernel-Objekten, die Thread-Prioritäten und die Quellcode-Organisation zum Teil erheblich. Konkrete Code-Beispiele verdeutlichen diesen API-Paradigmenwechsel im Detail. Zudem werden die typischen Fragestellungen rund um die Zephyr-Idiome (Devicetree und Kconfig) beleuchtet und praxistaugliche Lösungsstrategien aufgezeigt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der geschickten Analyse der Codebasis, um spezifische Anwendungslogik von benötigter Standard-Infrastruktur zu trennen. Der Vortrag zeigt auf, wie der Portierungsaufwand einer bestehenden Firmware durch den Einsatz von Zephyr-Bordmitteln erheblich sinkt – und welche neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Produktherstellern und Zulieferern sich daraus eröffnen.
Ulrich Becker: „Mind the Gap! Die Kluft zwischen Hardware- und Softwareentwicklung überwinden“
There is often a deep divide within companies that develop embedded cyber-physical systems, such as cars or medical devices:
On the one hand, traditional hardware engineering with its slow development cycles still shapes the organization’s processes. Here, linear and sequential thinking is deeply ingrained in the culture: “getting it right the first time“ leads to big upfront design work. In safety-critical domains such as automotive or medical, this is often reinforced by regulatory standards that are structured around phase-gate processes. As a result, products are delivered late and, due to a lack of feedback, often do not meet market needs.
On the other hand, there is a growing need for rapid response, whether to new market requirements or disrupted supply chains. Moreover, developing innovative products requires experimentation and rapid feedback to master their complexity. Agility addresses these needs, but attempts to introduce agile approaches in hardware-focused organizations often end in pseudo-agility in a waterfall corset due to the deeply entrenched processes.
Realizing the potential of agility requires a fundamental shift in both development processes and architecture. In our talk, we will share specific practices from our experience, such as:
• Extending the notion of “flexible architecture“ from software development to systems and hardware development to enable experimentation and adaptability
• Breaking up hardware-software silos to enable early and continuous hardware-software integration
• Introducing agile development practices in hardware development
• Establishing a system model to bridge the gap between software and hardware developers and improve their collaboration
• Using open-source tools that can be automated and easily integrated
We will show how these architectural and organizational changes enable a more responsive, truly agile systems engineering process.
Anna-Lena Marx: „System-Ownership statt Blackbox: Risikomanagement und CRA-Compliance mit dem Yocto Project“
Der Cyber Resilience Act (CRA) erzwingt einen Paradigmenwechsel: Software kann nicht länger als ein „notwendiges Übel“ eines Produkts betrachtet werden. Die regulatorischen Anforderungen an die langfristige Resilienz und Sicherheit beenden die Ära von „Fire and Forget“ endgültig. Für viele Hersteller stellt die Transformation hin zu einem kontinuierlichen Lifecycle-Management jedoch eine erhebliche operative Hürde dar.
In diesem Vortrag diskutieren wir, warum ein robustes und reproduzierbares Build-System das Fundament jeder nachhaltigen Produktstrategie in diesem neuen Umfeld ist. Wir analysieren verschiedene Fallstricke in der Embedded-Linux-Entwicklung sowie bereits vorhandene Lösungsansätze und Tools innerhalb des Yocto-Ökosystems.
Im Fokus steht dabei die Nutzung des Yocto Projects als „Compliance Engine“, um essenzielle regulatorische Anforderungen wie technische Reproduzierbarkeit, automatisierte SBOM-Erstellung und Schwachstellen-Monitoring proaktiv umzusetzen.
Ziel ist die Vermittlung praxisnaher Strategien zur Erlangung echter System-Ownership, um bestehende Produktportfolios erfolgreich durch den regulatorischen Wandel zu führen.