Software Factory & DevSecOps

Einsatzbereite Software in Wochen statt Jahren: Entwicklungsplattformen, auf denen sichere Software entsteht, mit Security und Nachweisführung von Anfang an.

Die Software Factory ist die Fähigkeit hinter der Fähigkeit

Unsere Unterstützung in verschiedenen Anwendungsgebieten

Software Defined Defence verschiebt den Takt: Fähigkeiten entstehen nicht mehr über Jahrzehnte in Hardware-Plattformen, sondern in Software-Release-Zyklen. Wer schneller entwickelt, integriert und ausrollt, gewinnt den entscheidenden Vorteil. Voraussetzung dafür ist keine einzelne Anwendung, sondern eine industrialisierte Entwicklungsumgebung: eine Software Factory, in der Bauen, Testen, Absichern und Nachweisen automatisiert und wiederholbar ablaufen.

Genau hier setzen wir an. Wir konzipieren und betreiben Entwicklungsplattformen, die Security nicht nachgelagert prüfen, sondern in jeden Schritt der Pipeline einweben – vom ersten Commit bis in die klassifizierte Zielumgebung.

Interne Entwicklungsplattform 
(Internal Developer Platform)

Jedes Team baut sich sonst seine eigene Toolchain, mit eigenen Lücken. Wir schaffen eine gemeinsame Plattform mit vorkonfigurierten, gehärteten Build- und Deployment-Pfaden, Self-Service für Entwicklungsteams und zentral gepflegten Golden Paths. Teams liefern schneller, weil sie Infrastruktur nutzen statt sie zu bauen, und die Organisation gewinnt eine einheitliche, prüfbare Grundlage.

CI/CD-Pipelines mit integrierten Security Gates

Wir integrieren statische und dynamische Codeanalyse, Dependency- und Container-Scanning, Secrets-Erkennung, Signierung von Artefakten und eine durchgängige Software Bill of Materials (SBOM): Sicherheitsprüfungen laufen automatisiert bei jedem Build. Was die Gates nicht besteht, geht nicht in Produktion, ohne dass ein Mensch daran erinnern muss. Lieferkettenrisiken werden sichtbar, bevor sie im Feld stehen.

Automatisierte Nachweisführung und beschleunigte Zulassung

Beschleunigte Zulassungsprozesse gelingen durch die automatisierte Generierung von Prüfnachweisen direkt in der CI/CD-Pipeline statt zeitintensiver manueller Dokumentation. Eingebettet in den Secure Software Development Lifecycle (SSDLC) werden Testergebnisse, Konfigurationen und Freigaben lückenlos versioniert sowie auditierbar erfasst. Das schafft die technische Evidenzgrundlage für ein kontinuierliches Akkreditierungsmodell (Continuous ATO) und verkürzt Entwicklungs- und Zulassungszyklen deutlich.

Entwicklung von Air-Gapped und klassifizierten Umgebungen

Nicht jede Zielumgebung hat Internetzugang. Wir bauen Pipelines, die mit gespiegelten Artefakt-Registries, reproduzierbaren Builds und kontrollierten Transferwegen auch ohne durchgängige Netzverbindung funktionieren, vom Rechenzentrum bis zum Deployment am taktischen Edge. Was in der offenen Umgebung entwickelt wird, lässt sich nachvollziehbar in die geschützte überführen.

Modernisierung bestehender Systemlandschaften

Die wenigsten Vorhaben starten auf der grünen Wiese. Wir überführen gewachsene, monolithische Systeme schrittweise in modulare, containerisierte Architekturen nach dem Gedanken offener Systemarchitekturen, in den USA als Modular Open Systems Approach (MOSA) bezeichnet, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen und ohne neue Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern zu schaffen.

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Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

Dr. Florian Wilhelm

Schneller liefern,
ohne bei der Sicherheit nachzulassen.

Wir schauen uns Ihre Pipeline an und zeigen, welche Nachweise sich automatisieren lassen und wo die Zulassung heute Zeit kostet.

So profitieren Sie von uns als Partner

Wir konzipieren und bauen Entwicklungsplattformen für Umfelder, in denen Nachweispflichten und Verfügbarkeit Mindestanforderungen sind.

Kurze Release-Zyklen und hohe Sicherheitsanforderungen sind kein Widerspruch, wenn Prüfungen automatisiert stattfinden statt am Ende manuell. Unsere Pipelines liefern bei jedem Build den vollständigen Sicherheits- und Qualitätsnachweis mit. Das verkürzt nicht nur die Entwicklungszeit, sondern vor allem die Zeit bis zur Freigabe, also den Teil, der in Verteidigungsvorhaben typischerweise am längsten dauert.

Wir bauen auf offenen Standards und Open-Source-Technologien, die sich sowohl in souveränen Cloud-Umgebungen als auch on-premises und air-gapped betreiben lassen. Sie behalten die Kontrolle über Code, Daten und Betrieb, setzen auf austauschbare Komponenten und bleiben im Sinne modularer, offener Systemarchitekturen (MOSA) integrationsfähig gegenüber Dritten.

Unsere Entwicklungsprojekte folgen einem definierten SSDLC: Bedrohungsmodellierung im Design, automatisierte Code- und Abhängigkeitsanalyse in der Entwicklung, Sicherheitstests vor der Freigabe, Schwachstellenmanagement im Betrieb. Weil die Sicherheitsaktivitäten pro Phase festgelegt sind, ist der Prozess selbst prüfbar, nicht nur das Ergebnis. Auf Unternehmensebene unterliegen unsere Prozesse zusätzlich einem zertifizierten Informationssicherheitsmanagement: ISO/IEC 27001 (TÜV Hessen), ISO 9001 sowie TISAX mit Assessment Level 3 in der höchsten Schutzbedarfsstufe. Sicherheit ist bei uns damit nicht nur Projektpraxis, sondern extern auditierter Unternehmensstandard.

Unsere Referenzprojekte

Fragen zur Digitalisierung in der Rüstung und Verteidigung

Was ist eine Software Factory?

Eine Software Factory ist eine standardisierte, weitgehend automatisierte Umgebung, in der Software gebaut, getestet, abgesichert und ausgeliefert wird. Statt dass jedes Projekt seine eigene Werkzeugkette zusammenstellt, nutzen alle Teams dieselben gehärteten und geprüften Pfade. Der Nutzen liegt in drei Punkten: Entwicklungsteams werden schneller, weil Standardaufgaben nicht wiederholt gelöst werden. Sicherheit wird verlässlicher, weil Prüfungen nicht vergessen werden können. Und Zulassung wird planbarer, weil die notwendigen Nachweise als Nebenprodukt jedes Builds entstehen.

Funktioniert eine Software Factory auch in Air-Gapped-Umgebungen ohne Internetzugang?

Ja. Der übliche Ansatz ist eine zweigeteilte Architektur: eine Entwicklungsumgebung mit kontrolliertem Außenzugang und eine gespiegelte Zielumgebung ohne Netzanbindung. Alle externen Abhängigkeiten werden in interne, geprüfte Registries übernommen; Builds sind reproduzierbar, Artefakte signiert. Der Transfer in die geschützte Umgebung erfolgt über definierte, protokollierte Datenschleusen. Für den Betrieb dort eignen sich nur Werkzeuge, die vollständig offline lauffähig sind.

Was bedeutet Continuous ATO und ist das auf deutsche Verhältnisse übertragbar?

Continuous ATO (cATO) bezeichnet den Ansatz, eine Betriebsfreigabe nicht einmalig für einen eingefrorenen Systemstand zu erteilen, sondern die Erfüllung der Sicherheitsanforderungen kontinuierlich nachzuweisen, über eine zugelassene Plattform und automatisierte Nachweise. Der Begriff stammt aus dem US-Verteidigungsumfeld und ist nicht eins zu eins auf deutsche Zulassungsverfahren übertragbar. Die technische Grundlage ist es aber sehr wohl: automatisierte, lückenlose und maschinenlesbare Nachweisführung beschleunigt jedes Zulassungsverfahren, unabhängig davon, nach welchem Regelwerk es läuft.

Wie stellen Sie sicher, dass wir uns nicht an einen Hersteller binden?

Durch drei Prinzipien. Erstens setzen wir bevorzugt auf Open-Source-Komponenten und offene Standards, deren Verhalten überprüfbar ist. Zweitens schneiden wir Architekturen modular nach dem Gedanken offener Systemarchitekturen, in den USA als Modular Open Systems Approach (MOSA) bezeichnet, sodass einzelne Bausteine austauschbar bleiben. Drittens übergeben wir Code, Infrastrukturdefinitionen und Dokumentation vollständig: Sie können die Plattform selbst betreiben oder den Betrieb an Dritte geben. Unsere Rolle ist Befähigung, nicht Bindung.

Wie unterscheidet sich DevSecOps von klassischem DevOps?

DevOps verbindet Entwicklung und Betrieb. DevSecOps ergänzt Sicherheit als gleichrangige Disziplin, die in jeder Phase mitläuft, statt am Ende als Prüfschritt aufzutauchen. Konkret heißt das: Bedrohungsmodellierung bereits im Design, automatisierte Sicherheitsprüfungen in der Pipeline, Härtung der Laufzeitumgebung und kontinuierliches Monitoring im Betrieb. Der entscheidende Unterschied ist zeitlich: Ein Sicherheitsproblem, das im Design gefunden wird, kostet einen Bruchteil dessen, was es nach der Auslieferung kostet.

Was ist der Unterschied zwischen DevSecOps und einem SSDLC?


Ein Secure Software Development Lifecycle (SSDLC) beschreibt, welche Sicherheitsaktivitäten in welcher Phase der Softwareentwicklung verbindlich stattfinden müssen: Bedrohungsmodellierung im Design, Code-Analyse in der Entwicklung, Penetrationstests vor der Freigabe, Schwachstellenmanagement im Betrieb. DevSecOps beschreibt, wie diese Aktivitäten organisatorisch und technisch umgesetzt werden: automatisiert, kontinuierlich und in der Verantwortung des Entwicklungsteams. Der SSDLC ist das Regelwerk, DevSecOps die Betriebsform. Für Zulassung und Nachweisführung ist der SSDLC der relevante Bezugsrahmen, weil er sich auf Prozessebene prüfen lässt.

Wie lassen sich agile Entwicklung und strenge Regulierung vereinbaren?


Der Widerspruch entsteht nur, wenn Dokumentation eine eigene Phase nach der Entwicklung ist. Entstehen die Nachweise stattdessen in der Pipeline, also Testprotokolle, Software-Stücklisten, signierte Artefakte und versionierte Konfigurationsstände bei jedem Build, dann liefert jede Iteration dieselben Belege, die eine Prüfung verlangt, nur früher und vollständiger. Kurze Zyklen und lückenlose Nachvollziehbarkeit sind dann kein Gegensatz, sondern dieselbe Eigenschaft. In den USA wird dieser Ansatz unter dem Begriff Continuous Authority to Operate für Verteidigungssoftware praktiziert.

Dr. Florian Wilhelm
Head of Data Science
Ihr Ansprechpartner für Defence & Security
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Dr. Florian Wilhelm

Ihr Partner für
Software Defined Defence

Die Bedrohungslage wartet nicht auf lange Entwicklungszyklen. Wir bringen Ihre Software in Release-Geschwindigkeit – souverän, sicher, einsatzbereit.

Dr. Florian Wilhelm
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  • Von Teamverstärkung bis Projektverantwortung
  • Teamstart innerhalb weniger Wochen

  • Skalierbar: rund 500 Mitarbeitende in Deutschland
  • Zertifiziert nach ISO/IEC 27001, ISO 9001 und TISAX AL3